Beitrag: Terraoil Swiss AG: BaFin verbietet Vermarktung, Vertrieb und Verkauf von Aktien

Die Aktiengesellschaft Terraoil Swiss AG, die 2009 gegründet wurde und in der Schweiz ihren Sitz hat, hat Anlegern ein Investment im Bereich der Erdölförderung angeboten. Die Ölfelder, auf denen seit 2012 gebohrt werden soll, befinden sich in Albanien.

Zweifel an einer Erdölförderung durch die Terraoil Swiss AG

In dem Mitteldeutschen Journal und dem SRF (Schweizer Radio und Fernsehen) wird berichtet, dass es bis heute keinen Nachweis gibt, dass die Firma Terraoil Swiss AG Ölfelder in Albanien erkundet. Zudem ist fraglich, ob diese überhaupt existieren.

 

Bis heute seien etwa 70 Millionen Euro von privaten Investoren eingezahlt worden. Doch das Geld wurde vermutlich nicht für den angegebenen Zweck eingesetzt. In dem Artikel des Mitteldeutschen Journals vom 28.06.2021 heißt es:

 

„Nach genauer Prüfung der Kontobewegung konnte vom Anwalt festgestellt werden, dass das Geschäftskonto der Terraoil Swiss für die Bezahlung unterschiedlichster privater Rechnungen missbraucht wurde.“

Terraoil-Aktien vermutlich wertlos

Als Argument für den Kauf von Terraoil-Aktien diente unter anderem der Einsatz eines neu erfundenen Motors. Mithilfe des Hertel-Motors könne parallel zu den Bohrungen das anfallende heiße Quellwasser genutzt und so zusätzlich Strom erzeugt werden. Doch der Motor wurde nie gebaut und die Aktionäre somit getäuscht.

 

Auch die Bilanzen des Unternehmens lassen keine positiven Prognosen für das investierte Kapital der Anleger zu.

 

„Gemäss Jahresbericht 2019 hat Terraoil von den einbezahlten 70 Millionen Franken bereits 40 Millionen verloren. Die Aktien sind praktisch wertlos geworden, der Totalausfall steht bevor.“, so das SFR in seinem Bericht vom 15.06.2021.

BaFin spricht Verbot für Aktien der Terraoil Swiss AG aus

Seit dem 13. Juli 2021 12:00 Uhr steht fest, dass die Terraoil Swiss AG die Vermarktung, sowie den Vertrieb und Verkauf von Aktien in Deutschland nicht mehr betreiben darf. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das Verbot für die Aktien mit der ISIN CH0116923142 ausgesprochen.

 

In der Meldung begründet man diese Entscheidung wie folgt:

 

Die Nachweise, aus denen sich die Erfüllung dieser Voraussetzungen ergibt, bestehen insbesondere in dem von der Emittentin bei der BaFin zur Gestattung eingereichten Entwurf eines Wertpapier-Informationsblattes, Jahresabschlüssen der Terraoil-Gruppe, verschiedenen öffentlich verfügbaren Medienberichten sowie auf von der Emittentin im Rahmen der Anhörung vor Erlass der Produktinterventionsmaßnahme vorgelegten Gutachten zu der von ihr beabsichtigten Ölförderung. Im Übrigen hat die BaFin sämtliche andere, ihr zustehenden vorrangingen regulatorischen Möglichkeiten geprüft und ausgeschöpft. Diese können den hier vorliegenden Bedenken nicht hinreichend begegnen.“

Was Anleger der Terraoil Swiss AG nun unternehmen können

Es ist immer noch unklar, wo die 70 Millionen Euro der Anleger sind. Umso schneller sollten Anleger handeln, damit ihre Schadensersatzsprüche vor Ablauf der Verjährungsfrist geltend gemacht werden können.

 

Die im Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei Bender & Pfitzmann aus Düsseldorf bietet Anlegern, die in Terraoil Swiss AG investiert haben, eine kostenlose Ersteinschätzung an.

 

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