Beitrag: Insolvenz der German Property Group (GPG) – Verdacht auf Anlagebetrug

Die German Property Group (GPG) ist eine Immobilien-Investmentgesellschaft, die sich darauf spezialisiert hat, denkmalgeschützte Immobilien zu erwerben, sie zu sanieren und an Privatinvestoren weiter zu veräußern. Die Unternehmensgruppe umfasst mehr als 100 Projektgesellschaften, über die Anlegergelder akquiriert wurden.

 

Nun hat die German Property Group, die bis März 2019 unter dem Namen Dolphin Trust firmierte, Insolvenz angemeldet und die Anleger bangen um das investierte Kapital. Insgesamt handelt es sich vermutlich um hunderte Millionen Euro. Das juristische Fachmagazin Juve berichtet am 30.07.2020:

 

„JUVE liegen aktuelle Schätzungen von mit der Sache vertrauten Personen vor, die von etwa 500 Millionen Euro Verschuldung und über einer Milliarde Euro eingesammelten Kapitals ausgehen.“

 

German Property Group: Verdacht auf Anlagebetrug

Bereits vor einem Jahr wurde bekannt, dass zahlreiche der Immobilienprojekte scheinbar ins Stocken geraten sind bzw. Sanierungsarbeiten nicht planmäßig verlaufen. Zudem liegen wohl keine konkreten Informationen über die wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe vor. In dem Artikel des Juve-Magazins vom 30.07.2020 heißt es hierzu: „Seit 2016 hat das Kernunternehmen der Gruppe keine Jahresabschlüsse veröffentlicht, sodass die Faktenlage undurchsichtig ist.“

 

Am 11.08.2020 schreibt die Frankfurter Allgemeine nun: „In Deutschland zeichnet sich nach den Insolvenzen des Zahlungsdienstleisters Wirecard und des Container-Vermieters P&R ein neuer Verdachtsfall für Anlagebetrug ab.“

 

Zahlreiche Gesellschaften der GPG stellen Insolvenzanträge

Kernunternehmen des Konzerns haben beim Amtsgericht Bremen Insolvenz beantragt, darunter auch die namensgebende German Property Group GmbH. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Prof. Dr. Gerrit Hölzle bestellt. Die Stellung von Insolvenzanträgen für die mehr als einhundert zur der German Property Group gehörenden Projektentwicklungsgesellschaften wird schrittweise erfolgen, so der Insolvenzverwalter.

 

German Property Group: Kritische Presseberichte im Jahr 2019

Die Unternehmensgruppe erregte einer Pressemitteilung des Insolvenzverwalters zufolge bereits im Jahr 2019 großes Medieninteresse, da „Nachrichtenagenturen behaupteten, zahlreiche Entwicklungsprojekte lägen weit hinter dem Zeitplan.“ Laut den Presseberichten würden viele der aufgekauften Häuser auch nach mehreren Jahren weiter verfallen. Bei zahlreichen Gebäuden seien die geplanten Sanierungsarbeiten ins Stocken gekommen oder seien gar nicht erst aufgenommen worden.

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