Kryptowährung OneCoin: Drohender Totalverlust für Millionen Anleger

OneCoin ist eine Kryptowährung, die von den Firmen OneCoin Ltd (Dubai) und OneLife Network Ltd (Belize) angeboten wird. Gegründet wurden die Unternehmen von Ruja Ignatova und Sebastion Greenwood. Millionen Anlegern wurde in Aussicht gestellt, dass die digitale Währung ebenso erfolgreich wie die Kryptowährung Bitcoin werden könnte. Laut HANDELSBLATT wird OneCoin jedoch bereits seit 2017 von Beobachtern wie der ungarischen Zentralbank als Schneeballsystem klassifiziert.

 

Anleger investieren hunderte Millionen Euro in OneCoin

Das Online-Portal des Wirtschaftsmagazins CAPITAL schreibt am 15.03.2020: „Der Hype um Bitcoin hat viele Betrüger angelockt. Der spektakulärste Fall: Anleger stecken mehr als 3 Mrd. Euro in die Kryptowährung einer Frau, die sich selbst ‚Cryptoqueen‘ nannte. Ihr Onecoin entpuppt sich als weitgehend wertlos.“

 

Auch Anleger aus Deutschland haben laut Schätzungen Hunderte Millionen Euro in OneCoin investiert. Die Betroffenen sahen sich mit immer mehr beunruhigenden Nachrichten konfrontiert und befürchten mittlerweile den Totalverlust des investierten Geldes. Ein Abruf und Handel der Coins ist nicht möglich.

Am Sonntag, den 01.08.2021, berichtete Pro7 in Zusammenarbeit mit unserer Kanzlei in einem Galileo Spezial (Bluffen, Betrügen, Begeistern – so ziehen uns Hochstapler in ihren Bahn) über den Fall OneCoin. Im Interview: Fachanwalt Dr. Johannes Bender

OneCoin / IMS GmbH - Prozessauftakt in Münster

Ab dem 17. September 2021 wird vor der Wirtschaftstrafkammer am Landgericht Münster gegen drei Beschuldigte im Zusammenhang mit der angeblichen Kryptowährung OneCoin wegen unerlaubter Geschäfte, Betrug und Geldwäsche verhandelt. Darunter die Verantwortlichen des Zahlungsdienstleisters IMS. Darüber hinaus soll in diesem Verfahren geklärt werden, ob es sich bei OneCoin um einen groß angelegten Betrug handelt. 

 

Verantwortliche des Zahlungsdienstleisters IMS vor Gericht

Zahlreiche Anleger hatten ihr Geld auf eines der Konten der IMS International Marketing Service GmbH (IMS) bei der Kreissparkasse Steinfurt, der Commerzbank AG oder der Deutschen Bank eingezahlt, welche die Gelder an Offshore-Firmen und Konten in der ganzen Welt weiterleitete. Damit soll die IMS GmbH unerlaubte Geschäfte betrieben haben.

Arrestierte Millionen

Die Gerichte haben bei der IMS GmbH Gelder in Millionenhöhe zur Vermögenssicherung arrestiert. Um an diese Gelder zu kommen, müssen die One-Coin-Geschädigten ihre Forderung durch ein Gericht bestätigen lassen. Die Verteilung erfolgt nach der Reihenfolge der gestellten Anträge, so dass längeres Zuwarten dazu führen kann, leer auszugehen. Von der Kanzlei Bender & Pfitzmann, Düsseldorf, sind bereits die ersten Verfahren eingeleitet worden, um die Ansprüche von OneCoin-Geschädigten gerichtlich geltend zu machen.

 

Jetzt Ansprüche anmelden und Geld zurückholen

Die Kanzlei Bender & Pfitzmann bietet Anlegern ganz aktuell die Möglichkeit, ihre Ansprüche geltend zu machen, um so das eingesetzte Geld zurückzuerhalten. Teilnehmer des Verfahrens können vor allem von einer Kostenersparnis und einem zeitnahen Ergebnis profitieren. In der kostenfreien Erstberatung der im Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei erhalten OneCoin-Geschädigte unverbindlich alle weiteren Informationen.

Erste Klage auf Rückerstattung gegen Zahlungsdienstleister IMS eingereicht

Die Fachanwälte der Kanzlei Bender & Pfitzmann haben die erste Klage gegen die IMS International Marketing Service GmbH eingereicht. Bei der Firma handelt es sich um den Zahlungsabwickler der OneCoin Ldt.

 

Zahlreiche Anleger hatten ihr Geld auf eines der Konten der IMS bei der Kreissparkasse Steinfurt, der Commerzbank AG oder der Deutschen Bank eingezahlt. Es stellte sich heraus, dass die IMS GmbH die eingesammelten Gelder an Offshore-Firmen und Konten in der ganzen Welt weiterleitete. Anlegern, die das für OneCoin bestimmte Geld auf das Konto der IMS GmbH überwiesen haben, stehen Schadenersatzansprüche gegen die Firma aus dem Münsterland zu.

Anlegergelder auf dem Konto der IMS eingefroren

Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist bereits gegen die OneCoin und den Zahlungsvermittler IMS vorgegangen. Von den geschätzten 360 Millionen Euro, die über die IMS vereinnahmt wurden, hat die BaFin einen Teil der Gelder eingefroren. Derzeit befinden sich noch ca. 29 Millionen Euro auf den gesperrten Konten der IMS.

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Finanzaufsichtsbehörden warnen vor OneCoin

Bereits ab 2015 wurden von den Behörden in Bulgarien, Kroatien, Finnland, Schweden, Norwegen und Lettland Warnungen bezüglich OneCoin veröffentlicht. 2016 wurde von der italienischen Wettbewerbsbehörde AGCM eine Untersagung für OneCoin Aktivitäten in Italien ausgesprochen. Im Mai 2017 folgte eine Warnmeldung und eine Unterlassungsanordnung durch die Finanzaufsichtsbehörde (IFSC) von Belize für die Geschäftstätigkeit der OneLife Network Ltd. Der Behörde zufolge verfüge das Unternehmen nicht über die für den Handel benötigten Lizenzen und Erlaubnisse.

Finanzaufsichtsbehörde in Deutschland (BaFin) untersagt Geschäftstätigkeit

Auch die deutsche Finanzaufsichtsbehörde (BaFin) wurde bereits im Jahr 2016 aktiv. Zunächst betraf es die IMS International Marketing Services GmbH, die im Auftrag der OneCoin Ltd. Vertriebsaufgaben übernahm. Im Februar 2016 ordnete die BaFin die Einstellung der Geschäftstätigkeit und deren Abwicklung an. Die Untersagung für die Geschäftstätigkeit bezüglich OneCoin gegenüber der OneCoin Ltd. und der OneLife Network Ltd. folgte am 18. April 2016. Die BaFin untersagte Werbung, Vertrieb und Verkauf der Kryptowährung, da keine Erlaubnis für die von der BaFin als Eigenhandel betrachtetes Geschäft vorlag.

OneCoin: Ermittlungen wegen Kapitalanlagebetrugs

Bereits in einigen Ländern ermitteln Staatsanwaltschaften gegen die Verantwortlichen unter anderem wegen Kapitalanlagebetrugs. Nachdem sich die Gründerin Ruja Ignatova Ende 2017 aus dem Geschäft zurückgezogen hatte, übernahm ihr Bruder Konstantin Ignatov die Unternehmensführung. Dieser wurde im März 2019 in den USA verhaftet.

 

Das HANDELSBLATT berichtet in einem Online-Artikel vom 18.11.2019: „Der Bruder der untergetauchten Gründerin der digitalen Währung Onecoin hat seine Beteiligung an Betrugstaten und Geldwäsche gestanden. Damit könnte die Aufklärung des Kryptoskandals rund um den Bitcoin-Konkurrenten voranschreiten. Der Deutsch-Bulgare Konstantin Ignatov war laut einem BBC-Bericht bereits im März in den USA festgenommen worden.“

Erster Strafprozess in Deutschland

2017 begann die Bielefelder Staatsanwaltschaft mit den Ermittlungen gegen OneCoin-Geschäftspartner in Deutschland, u.a. gegen die IMS International Marketing Services GmbH. Nun würde Anklage gegen drei Beschuldigte eingereicht. Dabei sollen zwei Personen Zahlungsdienste ohne die nach dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) erforderliche Erlaubnis ausgeführt haben. Zudem sollen sie über 300 Mio. Euro von Investoren unter anderem auf die Kaimaninseln überwiesen haben. Einem dritten Beschuldigten werden vorsätzliche Geldwäsche und Mithilfe bei den Auslandsüberweisungen zur Last gelegt. Dessen Anwalt habe allerdings vor, die Nichteröffnung des Hauptverfahrens mangels hinreichenden Tatverdachts zu beantragen.

 

Bislang wurden 29 Mio. Euro beschlagnahmt. Anleger können von diesem sichergestellten Kapital profitieren, wenn Sie Ihre Ansprüche geltend machen.

Weitere Festnahme im Fall OneCoin

Der Skandal um die von Dr. Ruja Ignatova erfundene angebliche Kryptowährung beschäftigt Finanz- und Strafverfolgungsbehörden weltweit. Sie selbst ist im Oktober 2017 untergetaucht, bis heute fehlt von der selbsternannten ‚Cryptoqueen‘ jede Spur.

 

Neben dem Bruder Ignatovas, der 2019 in den USA festgenommen wurde, wurde nun auch Mitbegründer Sebastian Greenwood, der für den Vertrieb der OneCoin zuständig war, in Thailand verhaftet. Derzeit wartet er in den USA auf seine Verhandlung. Der zuständige Richter aus New York hat die Anklageschrift veröffentlicht. Es geht Verschwörung zum Telekommunikationsbetrug und zur Geldwäsche.

FinCEN-Files: Seit 2015 lagen Geldwäsche-Verdachtsmeldungen zu OneCoin vor

Weltweit sind Banken dazu verpflichtet, Meldungen über verdächtige Geldbewegungen zu erstellen und bei der zuständigen Behörde einzureichen. Bei den FinCEN-Files handelt es sich um eine Sammlung von mehr als 2100 solcher Geldwäsche-Verdachtsmeldungen (sogenannte SARs, Suspicious Acitvity Reports), die bei der US-amerikanischen Anti-Geldwäsche-Behörde Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) eingegangen sind.

 

Die streng vertraulichen Unterlagen wurden im September 2020 veröffentlicht und gemeinsam von BuzzFeed News mit einem internationalen Konsortium für investigativen Journalismus (ICIJ) ausgewertet. In der Datensammlung finden sich u.a. Meldungen zu OneCoin.

 

In einem Artikel des Medienportals „BuzzFeed“ vom 26.09.2020 heißt es:

 

„Durch die FinCen-Files wird nun klar: Banken hatten OneCoin schon Ende 2015 mit großen Fragezeichen auf dem Radar, die Behörden waren spätestens Anfang 2016 informiert.“

 

Laut BuzzFeed sollen allein zwei Meldungen zu der Kryptowährung Ende 2016 und Anfang 2017 verdächtige Kontobewegungen in Höhe von 360 Millionen Dollar dokumentieren.

FinCEN-Files belegen betrügerische Absicht hinter OneCoin

Die FinCen-Files würden laut BuzzFeed außerdem belegen, dass bei OneCoin von Anfang an die Absicht bestand, die Investoren mit einer erfundenen, nicht existierenden Kryptowährung zu betrügen. In dem Artikel des Medienportals vom 26.09.2020 wird auf einen Untersuchungsbericht des Nachrichtendienstes der australischen Regierung hingewiesen, der sich ebenfalls in den FinCen-Files befindet:

 

„Einem Zahlungsdienstleister war ein Konto aufgefallen. In der Analyse heißt es: ‚Eine Überprüfung des Unternehmens deutet darauf hin, dass sich das Unternehmen im Besitz von Dr. Ruja Ignatova befindet, von ihr gegründet wurde und sich als „Globales Ponzi-Schema“ herausstellen könnte. Das Unternehmen verspricht augenscheinlich einen hohen Prozentsatz als Rendite. Es behauptet, dass die Kunden in 12 Monaten eine 80-fache Rendite auf ihre Investition erzielen können.‘“

Schadenersatz gegen die International Marketing Serviceses GmbH (IMS)

Bei einer Sparkasse im Münsterland wurde im Dezember 2015 von der International Marketing Services GmbH (IMS) ein neues Konto eröffnet. Nachdem beim Zahlungsverkehr Auffälligkeiten aufgetaucht waren, zeigte die Bank den Sachverhalt durch eine Geldwäsche-Verdachtsmeldung bei den zuständigen Behörden an. Es stellte sich heraus, dass die IMS GmbH Geld für OneCoin einsammelte und dieses an Offshore-Firmen und Konten in der ganzen Welt weiterleitete. Anlegern, die das für OneCoin bestimmte Geld auf das Konto der IMS GmbH überwiesen haben, stehen u.a. Schadenersatzansprüche gegen die Firma aus dem Münsterland zu.

Das Vertriebssystem von One Coin

Das Vertriebssystem der angeblichen Kryptowährung basierte auf einem Schneeballsystem. Wer bei OneCoin investierte, sollte auch neue Käufer anwerben. Um die angebotenen Pakete kaufen zu können, musste man von einem Mitglied „eingeschrieben“ werden. Mitglieder, die erfolgreich neue Kunden geworben hatten, erhielten Provisionen an den Umsätzen der neu Angeworbenen. Brachten die so Angeworbenen ihrerseits neue OneCoiner in das System, verdiente man auch an deren Umsätzen mit. Das System OneCoin wurde somit nur durch das Generieren neuer Provisionen aufrechterhalten.

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Die im Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei Bender & Pfitzmann aus Düsseldorf bietet Anlegern, die in OneCoin investiert haben, eine kostenlose Registrierung Ihrer Schadenersatzansprüche an und gibt betroffenen Investoren umgehend Informationen zu ihren Handlungsmöglichkeiten.

 

Wir raten den Anlegern der Kryptowährung frühzeitig fachanwaltliche Beratung in Anspruch zu nehmen, welche Möglichkeiten es für Anleger gibt, ihr Kapital zurückzuerhalten. Nehmen Sie daher jetzt Kontakt auf und nutzen Sie die kostenlose Ersteinschätzung der Kanzlei Bender & Pfitzmann.

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